Am 27. Dezember 2021 musste ich meine Paula einschläfern lassen. Das hat mich total runtergezogen. Ich bin so gut wie nicht mehr rausgegangen und habe nur getrauert. Nach einigen Wochen war klar: um wieder Lebensfreude zu bekommen, musste eine neue Fellnase her. Und nachdem Paula schon aus dem Tierschutz gestammt hatte, war sicher, dass der neue Hund wieder aus dem Tierschutz kommen sollte. Nun begann die Suche und bald entdeckte ich Hercules und es war Liebe auf den ersten Blick! Also ganz schnell die Vorauskunft ausgefüllt und abgeschickt. Drei Tage nach meinem Geburtstag teilte Anna mir mit, dass Hercules zu mir kommen durfte. Das war mein schönstes Geburtstagsgeschenk! Am 10. April 2022 gegen 12.00 Uhr konnte ich Hercules endlich in Empfang nehmen.
Leider wurde die Freude gleich ein wenig getrübt, da man mir mitteilte, dass sie am Hals von Hercules einen Knubbel entdeckt hätten.
Aber die Freude, ihn endlich bei mir zu haben, war stärker. Wir Mitglieder der Transport-Gruppe hatten beschlossen, weiter in Kontakt zu bleiben. Alle posteten im Laufe des Sonntags Fotos von ihren Fellnasen. Alle waren total entspannt in ihrem jeweils neuen Zuhause und schliefen, kaputt von der anstrengenden Reise. Nur mein Hercules hatte scheinbar ein Aufputschmittel bekommen und war den ganzen Nachmittag am Toben und Kuscheln und erst abends schlief er entspannt ein.
Im Mai stellte ich dann Hercules der Tierärztin vor und zeigte ihr den Knubbel. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine geschwollene Speicheldrüse handelte und diese eventuell operativ entfernt werden müsste. Nach vier Wochen folgte der nächste Besuch und sowohl die Tierärztin als auch ich waren der Meinung, dass der Knubbel kleiner geworden wäre. Leider sollte es aber nicht so bleiben und am 26. Oktober wurde der kleine Kerl dann operiert. Es war die richtige Entscheidung gewesen, da ein ziemlich großer Bereich entfernt werden musste. Aber mein kleiner Mann hat alles gut überstanden.
Im April sind es dann schon drei Jahre, die der kleine Kerl bei mir ist. Seitdem er da ist, kehrte nach Paulas Tod wieder Freude in mein Leben zurück. Ich bin sicher, sie hat mir Hercules geschickt, weil sie wollte, dass ich nicht länger traurig bin und eine andere Fellnase ihren Platz einnehmen sollte. Wir haben auch schon viel Schönes erlebt: viele lustige Momente in der Hundeschule, wir sind in eine neue Wohnung gezogen und durch Hercules habe ich eine neue liebe Freundin gefunden. Wir haben uns auf unseren Gassirunden im Wald getroffen und Hercules war gleich in ihre Hündin Emy verliebt. Von da an haben wir uns öfters getroffen und irgendwann haben wir Telefonnummern ausgetauscht und inzwischen sind wir gute Freundinnen. Letztes Jahr waren wir vier zusammen im Urlaub. Hercules macht seinem Namen alle Ehre und ist ein totaler Angeber. Er kann manchmal auch ein ganz schöner Tyrann und Dickkopf sein, aber ich würde ihn für kein Geld der Welt wieder hergeben. Außerdem ist er eine totale Schnüffelnase und er muss im wahrsten Sinne des Wortes überall seine Nase hineinstecken. Das kann manchmal ganz schön nerven.
Ich sage ganz lieben Dank dem Team in Spanien, dem gesamten ASPA-Team und Anna für ihr Vertrauen. Ihr macht so eine tolle Arbeit. Ich wünsche euch allen alles Gute, weiterhin viel Erfolg bei eurer Arbeit und passt alle gut auf euch auf.
Ganz liebe Grüße senden Kerstin und Hercules
PS: Die weiße Hündin auf dem Foto ist seine Freundin Emy
Schreibt uns eure Happy End Geschichte an info@aspa-ev.de ![]()
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