hdm05.18_daneris_aspa_slideshowmask.jpg hdm06.18_palomo_aspa_slideshowmask.jpg hdm07.18_rubble_aspa_slideshowmask.jpg hdm08.18_byron_aspa_slideshowmask.jpg hdm09.18_candra_aspa_slideshowmask.jpg

Daneris

Hund des Monats Mai

Palomo

Hund des Monats Juni

Rubble

Hund des Monats Juli

Byron - hat ein Ei geklaut

Hund des Monats August

Candra - wie man sich bettet, so liegt man

Hund des Monats September

Ich suche ein Zuhause:

Alonso, Rüde (Galgo)

deutschland alonso2_aspa_frontpicmask.jpg

Mehr Infos über mich

Veranstaltungen:

Zur Zeit gibt es keine aktuellen Termine! Alle Veranstaltungen ansehen

Weitere Informationen:

A.S.P.A friends e.V.

Geprüfte Organistaion

mit Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz.


Damit wir überall gern gesehen sind!


Aktion

Aktion "Gelber Hund"

mehr Infos dazu gibt es auf den Internetseiten der Initiatoren unter: www.gulahund.de


Aktion Schnüffelgärten

Aktion "Schnüffelgärten"

Wir machen mit! Hier sind alle Hunde erwünscht!

Das Verhalten der Hunde in der Eingewöhnungszeit

Wenn Hunde aus dem Tierschutz in ihrem neuen Zuhause einziehen, ist das für alle eine besondere Zeit. Wir Menschen haben uns lange darauf gefreut, wir sind aufgeregt und haben natürlich bestimmte Hoffnungen und Erwartungen an unser neues Familienmitglied. Aber besonders aufregend ist das ganze auch für den Hund: Alles ist neu, unbekannt und er muss sich erstmal einleben. Jeder Hund reagiert dann anders, manchmal auch ganz anders als sie sich vorher im Tierheim verhalten haben, denn die Situation ist nun eine völlig andere.


Hunde aus dem Tierschutz haben eine Vergangenheit, sie alle haben ihr Päckchen zu tragen... manche kommen mit einem kleinen Paket, manche mit einem Umzugskarton und einige mit einem ganzen Möbelwagen voller Erlebnisse, Probleme oder Erfahrungen bei uns an.

 

Und wir verlangen viel – wir möchten, dass ihr euch ganz auf ein Lebewesen einlassen könnt, dass ihr noch nicht kennt, das vielleicht Anfangs lustige, erstaunliche oder auch anstrengende Ideen hat.


Wir möchten euch daher einen kleinen – und humorvollen – Einblick geben, was da so alles passieren kann – denn wer gut vorbereitet ist bleibt locker ;-)


Und wenn wir entspannt sind, können unsere Hunde in Ruhe ankommen.


Nicht immer läuft alles reibungslos. Aber aus langer Erfahrung können wir sagen: Wenn man nicht mehr weiß ob man jetzt lachen oder weinen soll – lacht! Das ist besser für die Nerven, und hinterher gibt das die tollsten Geschichten zum erzählen!

Habt ihr sowas auch schon erlebt? Wir freuen uns über eure Geschichten!

 

Der Fröhliche:

 

Der Fröhliche unter den Hunden steigt am Ankunftstag aus dem Transporter und stellt schnell fest – das ist klasse hier! So nette Menschen hier! Alles ist ruhiger als im Tierheim. Ein Haus, ein Garten, ein tolles, super weiches Hundebett ganz für sich allein – und die Menschen sind alle so nett!! Das Futter gibt es regelmäßig, schmecken tut es auch – und diese netten Menschen!!! Die gibt er nun nie wieder her.


Der fröhliche Typ hakt in Rekordzeit seine Checkliste ab und fühlt sich schnell zu Hause, da geht das Einleben schnell. Trotzdem sollte man damit rechnen, dass sich auch die Frohnatur noch mal erschreckt oder kurz zögert bei neuen Situationen – trotzdem ist er sicher der offenste Typ ;-) Boxerhündin Pippi stieg aus dem Transporter, sah ihre neuen Besitzer, spazierte freudestrahlend mit ihnen nach Hause und war angekommen! Die Frohnatur wirft so schnell nichts um.

 

Der Wilde:

 

Nicht nur die Zeit im Tierheim auch so ein Transport und der Einzug im neuen Heim sind vor allem eines – sehr aufregend. Da sind alle Sinne geschärft, der Stoffwechsel arbeitet auf Hochtouren, und dementsprechend sind manche Hunde erstmal richtig nervös. Der Wilde rennt dann gern durch die neue Wohnung, erkundet die Umgebung ganz genau und ist dabei furchtbar aufgeregt. Er hat kaum Zeit alles aufzunehmen, deshalb muss er alles dreimal anschauen. Kurz auf der Küchenanrichte schauen (da roch es so gut), oder mit einem Satz auf den Couchtisch? Wo ist das Problem, warum sind die Menschen denn da nicht begeistert?


Der Wilde braucht am Anfang etwas Unterstützung um zur Ruhe zu kommen. Eine Hausleine kann helfen, und den Hund mit viel Ruhe und Geduld immer wieder auf seinen Platz bringen. Denn eigentlich, ist das kleine Hundehirn völlig überlastet – und wenn die wilde Hummel erst mal zur Ruhe gekommen ist schläft sie tief und fest ;-) Terrier Batman brauchte drei Tage um wirklich zu entspannen – und dann hat er fast zwei Tage geschlafen. Heute ist er ein perfekter Familienbegleiter und entspannt gern auf dem Sofa.

 


Der Blockierer:

 

Hunde haben verschiedene Strategien, um in Gefahrensituationen mit heiler Haut davon zu kommen. Man fasst sie zusammen als die „vier F“: Flight, Fight, Freeze und Fiddle about. Also Flüchten, Kämpfen, Erstarren und Herumalbern. Meist sehen wir das Herumalbern, wenn Hunde fremden Hunden begegnen und sie anspielen, um einen Konflikt vorab zu vermeiden. Leider deuten viele Menschen das falsch als Freude. Das Erstarren ist seltener, wird oft aber ebenso falsch verstanden. Der Blockierte kann sich tatsächlich nicht mehr bewegen oder handeln, wenn er zu sehr Angst bekommt. Er bleibt einfach stehen, alle vier Beine im Boden und sagt: „Ohne mich!“


Sobald Druck dazu kommt (also z.B. durch Zug auf der Leine), wird es nicht besser. Auch das Gehirn ist in diesem Moment „blockiert“, ein Lernerfolg findet nicht statt. Was hilft dem Blockierer? Zeit! Kommt Zeit, kommt ein Anti-Blockier-System ;-) Es kann helfen, dem Hund durch TTouch, Thundershirt oder Bandagen mehr Körpergefühl zu geben. Wenn sie ihrem neuen Menschen vertrauen, werden sie immer seltener die Bremse ziehen. Und ganz wichtig: Niemals den Hund in für ihn gruseligen Situationen sich selbst überlassen. Auch wenn er still hält, zeigt das nicht unbedingt, dass er noch aushält. Galgo Elton arbeitet noch an seinem ABS, hat aber in den ersten Wochen in seiner Pflegestelle schon gelernt, einen Schritt vor den anderen zu machen!

 

Der Paniker:

 

Kommen wir zum „Flight“, also dem Flüchten. Wenn das Gehirn entscheidet, dass Flucht die bestmögliche Überlebensstrategie ist und der Hund vielleicht sogar schon Erfolg damit hatte, greift er immer wieder zum selben Muster. Wird es komisch, gruselig, eng – nur weg!! Und wenn das nicht geht, weil Geschirr und Leine im Weg sind, endet das auch mal in einer Panikattacke. Auch wenn es schlimm aussieht – erst mal ist das nur ein Ventil für den Hund um mit seiner Angst fertig zu werden. Festhalten und warten, es dauert meist nicht lang. Wichtig: Ruhe bewahren, es hilft eurem Hund am meisten, wenn ihr entspannt und sicher bleibt, nur dann kann er sich danach wieder runterfahren.


Der Paniker ist zum Glück sehr selten und sein größter Vorteil ist, dass er seine Angst für einen Moment los wird. Danach ist das Gehirn wieder aufnahmebereit und er lernt schnell, dass keine Flucht nötig ist. Ein perfekt sitzendes Sicherheitsgeschirr und die Doppelsicherung über eine zweite Leine am Körper sind hier aber absolut Pflicht! Galgo Mio ist in den ersten Wochen bei jedem Reiz der ihm zu viel war regelrecht senkrecht in die Luft gegangen, er wollte nur weit weg rennen. Heute käme ihm das nicht mehr in den Sinn, Mio hat gelernt dass er keine Angst haben muss und ist ein stolzer Galgorüde geworden.

 

 

Der Chef:

 

Einige Hunde (besonders die etwas älteren) bringen besonders viel Lebenserfahrung mit und sind unter Hunden souveräne, geachtete Persönlichkeiten. Zum Beispiel bei älteren Hündinnen die schon Welpen hatten oder besonders souveränen Rüden muss man bedenken, dass sie ihr Leben im Griff hatten und sich das hart erarbeitet haben. Neues Leben, neues Glück – also werden die Regeln gleich mal verlesen und durchgesetzt. Der Chef hat manchmal das Gefühl, seine neuen Annehmlichkeiten verteidigen zu müssen. Dem Menschen gegenüber oft aus Unsicherheit (Du nimmst mir das jetzt aber nicht wieder weg?!), unter den bereits vorhandenen Hunden manchmal auch um sich einen Namen zu machen (Ab heute will ich auch ein Stück vom Kuchen!).


Das Schöne: Der Chef setzt Regeln und Grenzen, akzeptiert sie aber auch selbst sehr gut. Wer als Mensch hier ruhig und klar bleibt und dem Hund mit Ruhe und Geduld, die örtliche Hausordnung näher bringt, bekommt im Nu einen absolut verlässlichen Traumhund. Galga Costa ist eine Prinzessin erster Güte und setzt sich auch durch – dabei zeigt sie die hübschesten Grimassen. Im Bedarfsfall bitte ich sie freundlich mir das zu überlassen, dadurch gibt es nie Streit.

 

Der Unterwürfige:

 

Welpen lernen recht schnell, dass ihnen keine Gefahr droht, wenn sie sich auf den Rücken werfen und beschwichtigendes Verhalten zeigen. Wenn Hunde mit zu viel Strenge oder Härte behandelt werden, oder auch in einer sozialen Gruppe einen sehr niedrigen Rang einnehmen, legen sie das Verhalten nie ganz ab. Wer kriecht, bleibt unter dem Radar! Ein Hund der also vorsichtshalber schon mal auf einen zu kriecht statt zu laufen oder sich beim streicheln sofort hinschmeißt, hat die Erfahrung gemacht, dass ihn das vor Schaden bewahrt. Vermeiden wir bedrohliche Bewegungen (Vorbeugen, über den Hund greifen oder ruckartige Bewegungen), lernt der Hund schnell, dass wir keine Gefahr darstellen.


Der Unterwürfige greift schnell zu anderen Strategien, wenn die Kriecherei nicht mehr nötig ist ;-) Und dann wird aus dem kleinen armen Hündchen schnell ein fröhlicher Hund, der zeigen kann, was in ihm steckt! Chihuahua Nana hatte ein sehr hartes Leben und warf sich bei jeder Gelegenheit auf den Boden. Mittlerweile hat sie gelernt, dass sie auch im Stehen freundlich behandelt wird.

 

Der Höfliche:

 

Hunde lernen vor allem durch Beobachtung: Welpen beobachten ihre Mutter, ihre Geschwister, unsere Hunde beobachten uns (und zwar so viel besser als wir sie ;-) und schauen sich in Kürze ab, was gut funktioniert. Der Höfliche macht genau das – abwarten und beobachten.  Dann sind die Menschen anfangs beeindruckt, so ein braver Hund, der macht ja alles richtig, ist so still, immer vorsichtig... Keine Sorge, da kommt noch was. Bei den ganz besonders Höflichen freut man sich regelrecht, wenn sie das erste Mal was freches machen ;-) Man sollte dem Hund trotzdem Sicherheit geben und vom ersten Tag an Regeln aufstellen und nicht alles erlauben, denn der Höfliche sucht noch nach einem stabilen Rahmen, erst dann traut er sich auch mal frei zu entscheiden.


Galga Daneris hat anfangs jedesmal höflich „gefragt“ bevor sie sich zu einem anderen Hund gelegt hat – nach ein paar Wochen hat sie sich fröhlich grunzend einfach daneben geworfen!

 

Das sind nur ein paar Beispiele, jeder Hund ist anders, jeder eine ganz eigene Persönlichkeit. Aber vielleicht konntet ihr eure Hunde auch ein bisschen wiedererkennen? Wir freuen uns auf eure Geschichten und Erlebnisse...


von Sarah Thielemann